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Boxenplan

Leihwagensoftware für Autovermietungen

Boxenplan kennt zwei Betriebsarten: Autohaus und Autovermietung. In der Betriebsart Autovermietung wird auf eine Fahrzeugklasse reserviert statt auf ein bestimmtes Kennzeichen, das konkrete Fahrzeug wird später zugewiesen, und gilt für die Fahrzeugklasse an diesem Tag ein Tarif, wird er beim Buchen an der Buchung festgeschrieben. Diese Seite beschreibt den Ablauf einer Miete von der Reservierung bis zur Abrechnung und sagt, welchen Teil davon Boxenplan übernimmt. Sie benennt ebenso, was Boxenplan dabei nicht tut.

Was ist eine Leihwagensoftware für Autovermietungen?

Eine Leihwagensoftware für Autovermietungen verwaltet die Vermietung von Fahrzeugen: Verfügbarkeit, Preise, Vertrag, Zustandsnachweis und Abrechnung. Der Unterschied zu einer Leihwagenverwaltung im Autohaus liegt darin, dass die Miete selbst die Leistung ist; dazu gehören ein Tarif, eine Kaution, eine Selbstbeteiligung und eine Rechnung. Boxenplan führt eine Miete dafür in einem einzigen Vorgang von der Reservierung bis zur Rechnung; das ist die Betriebsart Autovermietung, und ein Betrieb der Art Autohaus bekommt diese Abläufe nicht zu sehen.

Der Ablauf einer Miete

Eine Miete durchläuft in Boxenplan sechs Stufen, die nacheinander geschaltet werden: reserviert, Fahrzeug zugewiesen, übergeben, zurück, abgerechnet, abgeschlossen. Jeder Übergang hat seine eigene Prüfung und steht im Aktivitätsprotokoll. Ein Schritt zurück ist bis zur Stufe „Reserviert“ möglich; aus „Abgeschlossen“ führt kein Weg zurück. Die Schritte zwischen „Reserviert“ und „Zurück“ darf nur die Leitung gehen.

Eine Stornierung ist keine dieser Stufen, sondern ein eigener Weg. Sie verlangt einen Grund von mindestens zehn Zeichen, errechnet die Stornogebühr nach den Stufen des Tarifs und hält beides im Protokoll fest. Eine stornierte Buchung belegt danach keinen Platz mehr in ihrer Fahrzeugklasse.

Tarife, Kaution und Selbstbeteiligung

Tarif, Kaution und Selbstbeteiligung gehören in Boxenplan zur Fahrzeugklasse, nicht zum einzelnen Fahrzeug. Ein Tarif gehört zu genau einer Fahrzeugklasse und gilt ab einem bestimmten Tag. Geändert wird ein Tarif nie; stattdessen legt der Betrieb eine neue Fassung an. Welche Fassung für eine Miete gilt, entscheidet der Beginn der Miete, und sie wird als Schnappschuss an der Buchung festgeschrieben.

Im Tarif stehen:

Die Kaution ist ein eigener Vorgang mit drei Ständen: hinterlegt, verrechnet, zurückgezahlt. Beim Verrechnen wird festgehalten, welcher Teil einbehalten wird; der Rest geht zurück. Eine Kaution ist kein Umsatz und steht deshalb nie auf der Rechnung.

Die Selbstbeteiligung Vollkasko ist zugleich die Obergrenze für neu festgestellte Schäden in der Nachberechnung. Ein höherer Schadensbetrag wird auf sie gekappt, und die Position sagt das im Klartext.

Übergabe und Rückgabe

Übergabe und Rückgabe sind in der Betriebsart Autovermietung an Bedingungen geknüpft, die Übergabe an strengere als die Rückgabe. Ohne sieben Pflichtfotos, Kilometerstand, Tankstand und die Unterschriften von Mieter und Vermieter lässt sich eine Buchung nicht auf „übergeben“ schalten. Die Pflichtfotos sind Vorne, Hinten, Links, Rechts, Tacho, Tankanzeige und Innenraum. Je Stelle wird genau ein Bild geführt, ein zweites ersetzt das erste; weitere Aufnahmen laufen unter „Weitere“.

Vor der Übergabe gehört der Mieter in den Kundenstamm, denn dort stehen Führerschein und Ausweis, und nur von dort kommen die Angaben in den Mietvertrag. Dann läuft die Prüfkette streng, also mit vollständigen Angaben:

Für jeden eingetragenen Zusatzfahrer gelten dieselben Regeln zu Mindestalter, Dauer des Führerscheinbesitzes und Gültigkeit des Führerscheins. Ausweisgültigkeit und Sperrvermerk werden nur beim Mieter geprüft, weil Boxenplan zu einem Zusatzfahrer nur Name, Geburtsdatum und Führerscheinangaben führt. Je Buchung sind bis zu fünf Zusatzfahrer möglich.

Je Richtung wird eine Zubehör-Checkliste geführt: Warndreieck, Verbandkasten, Warnweste, Ladekabel und Reifen in Ordnung. Änderungen daran stehen im Aktivitätsprotokoll.

Bei der Rückgabe sind Kilometerstand und Tankstand Pflicht. Boxenplan rechnet daraus einen Vorschlag: Mehrkilometer über die Freikilometer hinaus, fehlender Kraftstoff nach Tankregelung, verspätete Rückgabe je angefangene Stunde nach Ablauf der Kulanzminuten, Reinigung bei starker Verschmutzung und neu festgestellte Schäden. Jede Position trägt ihre Rechnung als Text, damit am Schalter erklärbar ist, warum ein Betrag entsteht. Gebucht wird dieser Vorschlag nicht; bestätigt wird er erst mit der Rechnung.

Fahrerauskunft für Behörden

Die Fahrerauskunft beantwortet die Frage, wem ein Kennzeichen zu einem bestimmten Zeitpunkt überlassen war. Weil dabei Mieterdaten an eine Behörde herausgegeben werden, liegen Suche und PDF hinter dem zweiten Faktor, und jeder dieser Abrufe steht im Zugriffsprotokoll.

Abrechnung

Abgerechnet wird nach der Rückgabe: Boxenplan legt aus dem festgeschriebenen Tarif und der bestätigten Nachberechnung eine Rechnung mit fortlaufender Nummer an.

Die mitgelieferte Mietvertragsvorlage ist ein Muster

Die Mietvertragsvorlage, die Boxenplan mitliefert, ist ein Muster und von keinem Anwalt freigegeben. Deshalb steht auf jeder Seite dieser Vorlage in Rot der Satz „Muster, vom Betrieb vor Verwendung rechtlich zu prüfen“, und damit auch auf jedem Vertrag, der auf ihr gedruckt wird. Für den Inhalt des Vertrags ist der Betrieb verantwortlich.

Was Boxenplan in der Autovermietung abdeckt

Die folgende Liste nennt die Punkte, die Boxenplan in der Betriebsart Autovermietung übernimmt.

Was Boxenplan nicht tut

Boxenplan wickelt keine Zahlungen ab. Es erfasst nur, was der Betrieb gebucht hat: Betrag, Datum und Zahlungsart. Kaution und Zahlung sind Einträge in der Verwaltung, keine Vorgänge bei einem Zahlungsdienstleister.

Was Boxenplan kostet

Die Betriebsart Autovermietung kostet dasselbe wie die Betriebsart Autohaus: 79 € je Standort und Monat, netto. Darin enthalten sind alle Module, eine unbegrenzte Zahl von Nutzern und bis zu zehn Fahrzeuge je Standort, dazu die Einrichtung aus der Ferne und die Schulung per Video. Für jede weiteren angefangenen zehn Fahrzeuge kommen 34 € je Monat dazu. Maßgeblich ist die Zahl der im Fuhrpark angelegten, nicht stillgelegten Fahrzeuge zu Beginn des Abrechnungsmonats.

Häufige Fragen

Was unterscheidet die Betriebsart Autovermietung vom Autohaus?

In der Betriebsart Autovermietung ist die Miete selbst die Leistung, im Autohaus geht es um Leihwagen und Ersatzfahrzeuge rund um die Werkstatt. Eine Vermietung reserviert auf eine Fahrzeugklasse statt auf ein bestimmtes Kennzeichen, das konkrete Fahrzeug wird später zugewiesen. Fahrzeugklassen, Tarife, Kundenstamm, Kautionen, Rechnungen und Fahrerauskunft gibt es nur in einer Vermietung, in einem Autohaus sind diese Bereiche nicht erreichbar. Eine Vermietung druckt einen Mietvertrag, ein Autohaus Leihvertrag und Probefahrt-Protokoll; der Preis ist in beiden Betriebsarten derselbe. Den Ablauf einer Miete von der Reservierung bis zur Abrechnung beschreibt die Seite Leihwagensoftware für Autovermietungen.

Wie werden Fahrzeugklassen und Tarife abgebildet?

Über Tarife, die an der Fahrzeugklasse hängen und nicht am einzelnen Fahrzeug.

Jeder Tarif gehört zu genau einer Klasse und gilt ab einem bestimmten Tag. Geändert wird ein Tarif nie, der Betrieb legt stattdessen eine neue Fassung an; welche gilt, entscheidet der Beginn der Miete, und sie wird beim Buchen als Schnappschuss festgeschrieben, damit eine spätere Fassung eine laufende Miete nicht verändert. Im Tarif stehen Grundpreise je Tag, Woche, Monat und Wochenende, Saisonzeiträume, Freikilometer je Tag und Preis je Mehrkilometer, Kaution, Selbstbeteiligung getrennt nach Haftpflicht und Vollkasko, Tankregelung, Reinigungspauschale, Verspätungsgebühr, Stornostufen und Zusatzleistungen. An der Klasse selbst hängen Mindestalter, die geforderten Jahre Führerscheinbesitz und der Aufbereitungspuffer zwischen zwei Mieten.

Wie entstehen Kaution und Endabrechnung?

Die Kaution läuft als eigener Vorgang, die Endabrechnung entsteht nach der Rückgabe aus dem festgeschriebenen Tarif.

Die Kaution hat die Stände hinterlegt, verrechnet und zurückgezahlt; beim Verrechnen wird festgehalten, welcher Teil einbehalten wird, der Rest geht zurück. Eine Kaution ist kein Umsatz und steht deshalb nie auf der Rechnung. Bei der Rückgabe rechnet Boxenplan aus Kilometerstand und Tankstand einen Vorschlag: Mehrkilometer, fehlender Kraftstoff, verspätete Rückgabe, Reinigung und neu festgestellte Schäden. Gebucht wird dieser Vorschlag nicht, bestätigt wird er erst mit der Rechnung, die eine fortlaufende Nummer trägt, unveränderbar ist und bei einem Fehler nicht korrigiert, sondern durch eine Gegenrechnung aufgehoben wird.

Wofür ist die Fahrerauskunft da?

Die Fahrerauskunft beantwortet die Frage, wem ein Kennzeichen zu einem bestimmten Zeitpunkt überlassen war. Behörden fragen sie nach einem Verkehrsverstoß an; gesucht wird mit Kennzeichen, Datum und Uhrzeit. Weil dabei Mieterdaten an eine Behörde herausgegeben werden, liegen Suche und PDF hinter dem zweiten Faktor, und jeder dieser Abrufe steht im Zugriffsprotokoll. Ohne Anlass gibt es keine Auskunft: Kennzeichen, Zeitpunkt, Anlass, Behörde, Aktenzeichen, das herausgegebene Ergebnis als Kopie und die ausstellende Person werden unveränderbar festgehalten, und das PDF für die Behörde druckt ausschließlich diesen Schnappschuss. Den Begriff erklärt auch das Glossar.

Ist die mitgelieferte Mietvertragsvorlage rechtlich geprüft?

Nein. Die mitgelieferte Mietvertragsvorlage ist ein Muster und von keinem Anwalt freigegeben; auf jeder Seite steht in Rot „Muster, vom Betrieb vor Verwendung rechtlich zu prüfen“, und damit auch auf jedem Vertrag, der auf ihr gedruckt wird. Für den Inhalt des Vertrags ist der Betrieb verantwortlich; für Leihvertrag und Probefahrt-Protokoll halten die AGB dasselbe fest, dort prüft der Anbieter Vertragsbedingungen, Gebühren, Versicherungsangaben und Datenschutzhinweise nicht auf rechtliche Richtigkeit oder Vollständigkeit. Bevor ein Betrieb als Autovermietung läuft, muss er deshalb entweder eine eigene Mietvertragsvorlage hochladen, die den Musterhinweis nicht trägt, oder mit dem Namen der bestätigenden Person festhalten, dass er das Muster rechtlich geprüft hat.

Alle Fragen und Antworten

Begriffe kurz erklärt

Selbstbeteiligung

Die Selbstbeteiligung ist der Betrag, den der Mieter im Schadensfall selbst trägt. Sie gilt je Schadensfall. In der Autovermietung wird sie getrennt nach Haftpflicht und Vollkasko ausgewiesen. Begriff im Glossar

Freikilometer

Freikilometer sind die Kilometer, die im vereinbarten Mietpreis enthalten sind. Sie werden je Tag festgelegt und über die Mietdauer zusammengezählt; jeder darüber hinaus gefahrene Kilometer wird zum ausgewiesenen Preis je Mehrkilometer berechnet. Ist im Tarif kein Wert hinterlegt, steht im Mietvertrag „unbegrenzt“. Begriff im Glossar

Fahrerauskunft

Eine Fahrerauskunft ist die Auskunft darüber, wem ein bestimmtes Fahrzeug zu einem bestimmten Zeitpunkt überlassen war. Behörden fragen sie nach einem Verkehrsverstoß an; die Angaben stammen aus dem Mietvertrag und dem Kundenstamm des Vermieters. Begriff im Glossar

Alle Begriffe im Glossar

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Glossar

Selbstbeteiligung, Freikilometer, Fahrerauskunft und die übrigen Begriffe, kurz erklärt.

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Die Demo auf der Startseite lässt sich ohne Anmeldung bedienen und zeigt Planer, Schadensakte und Vertrag am Beispiel eines Autohauses. Die Abläufe einer Autovermietung, also Fahrzeugklassen, Tarife, Kaution und Abrechnung, zeigen wir in einer Vorstellung am Bildschirm.

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